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TÜBKE, Werner

1929 - 2004

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WERNER TÜBKE
* 1929 in Schönebeck/Elbe, + 2004 in Leipzig. Ab 1939/40 privater Zeichenunterricht bei Karl Friedrich in Magdeburg. 1945/46 Zehn- monatige schuldlose Inhaftierung durch sowjetische Sicherheitsorgane. 1946/47 Malerlehre in Schönebeck mit Besuch der Meisterschule für das Deutsche Handwerk in Magdeburg, Fach Malerei. 1948/49 Studium an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig (HGB), u.a. bei Elisabeth Voigt, Walter Arnold und Ernst Hassebrauk. 1950-1952 Studium der Kunsterziehung und Psychologie an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald, Staatsexamen. 1952-1954 Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Abteilung Bildende Kunst am Zentral- haus für Laienkunst Leipzig. 1954/55 freischaffend als Maler, Zeichner und Illustrator in Leipzig. 1954 Eintritt in den Verband Bildender Künstler Deutschlands. 1955-1957 Assistent, ab 1956 Oberassistent im Grundlagenstudium an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig. 1957 erste Einzelausstellung in Altenburg. 1957 aus politischen Gründen entlassen. 1958 Sieger des Wettbewerbs zur Gestal- tung von Wandbildern im Leipziger Hotel „Astoria“ mit fünf Diptycha zum Thema „Fünf Kontinente. Erste Italienreise und erste Einzelaus- stellung im Ausland (Mailand, Brescia, Rom, Modena, Florenz), die den internationalen Durchbruch für Werner Tübke bringen. 1959-1961 Beginn der Mitarbeit in künstlerischen Leitungsgremien Leipzigs; erste Auszeichnungen für seine künstlerische Arbeit. 1961 einjähriger Studienaufenthalt in der Sowjetunion (Leningrad, Moskau, Kaukasus, Mittelasien). 1962 Wiedereinstellung als Oberassistent im Grundlagenstudium an der Leipziger Hochschule für Grafik und Buchkunst. 1964 Berufung zum Dozenten. 1965-1967 Gemäldezyklus „Lebenserinnerungen des Dr. jur. Schulze“, der auf Grund seiner stark metaphysischen Sinnbildhaftigkeit die offizielle Kritik auf das heftigste provoziert. 1968 Beschluss des Senats der Leipziger Hochschule für Grafik und Buchkunst zur Entlassung Werner Tübkes muss nach Studentenprotesten zurückgenommen werden. 1969 Bulgarienreise. 1970 Sieger des Wettbewerbs zur Gestaltung eines Wandbildes im Rektoratsgebäude der Universität Leipzig („Arbeiterklasse und Intelligenz“); Realisierung bis 1973. 1971 Kunstpreis der Stadt Leipzig. Goldmedaille der Internationalen Grafikbiennale von Florenz. 1972 Ernennung zum ordentlichen Professor der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig. Zweite Reise nach Italien (Mailand, Venedig, Rom, Neapel, Sizilien). 1973-1976 Rektor der Hochschule für Grafik und Buchkunst, ab 1974 Leiter einer Meisterklasse für Malerei. Dritte Italienreise 1974. Vorbereitung und Ausführung eines Polyptychons „Der Mensch – Maß aller Dinge“ für den ehemaligen Palast der Republik in Ost-Berlin (1974/75). 1976-1987 Arbeit am Monumentalbild „Frühbürgerliche Revolution in Deutschland“ für das Panorama Museum Bad Frankenhausen. 1976 Reisen in die BRD und nach Frankreich. Reisen nach Bulgarien, in den Kaukasus und in die BRD (Begegnung mit Ernst Fuchs). 1977 Hauptpreis der Triennale der Malerei sozialistischer Länder in Sofia. 1978 Reisen nach Italien (Begegnung mit Giorgio de Chirico in Rom), nach Frankreich, in die BRD und in die CSSR. 1979 Reisen nach Italien, in die BRD, nach Schweden und Österreich (Begegnung mit Rudolf Hausner in Wien). Reisen nach Italien, Leningrad, Bulgarien und in die BRD. 1980 Käthe-Kollwitz-Preis der Akademie der Künste der DDR. 1981 Reise in die Schweiz. Reisen nach Griechenland, Spanien, Moskau, in die BRD, Schweden und Österreich. 1982 Wahl zum Mitglied der Königlichen Akademie der Künste Schwedens. 1983 Mitglied der Akademie der Künste der DDR (Austritt 1992). 1984 Gastprofessur der Internationalen Sommerakademie in Salzburg. Kurzreisen nach Stockholm, Nürnberg und Ravensburg (Begegnung mit Martin Walser). 1985 Reisen nach Italien und in die Schweiz. Verleihung der Ehrendoktorwürde der Karl-Marx-Universität Leipzig. 1986 Reisen nach Frankreich, Bulgarien, in die BRD (Begegnung mit Horst Janssen in Hamburg) und nach Moskau. 1987 Abschluss der Arbeit am Panorama-Gemälde von Bad Frankenhausen. 1988 Reisen nach Österreich und in die USA. 1989/90 Eröffnung des Panorama Museums Bad Frankenhausen. Reisen in die Schweiz, nach Schweden und nach Istrien. Ehrenmitglied der Akademie der Künste der UdSSR und Mitgliedschaft in der serbischen Akademie der Wissenschaften und Künste (1992 Austritt). 1990-1993 Entwurfsarbeiten um Bühnenbild und den Kostümen zu „Der Freischütz“ von Carl Maria von Weber in der Inszenierung von Giancarlo del Monaco an der Oper der Stadt Bonn (Premiere 28. Februar 1993). 1991/92 Reisen in die Schweiz, nach Teneriffa und Mallorca. 1993-1996 Arbeit an einem großen Flügelaltar für St. Salvatoris zu Clausthal-Zellerfeld im Oberharz (1997). Reisen wiederholt nach Italien (Ischia, Capri), nach Belgien und Österreich. 1998 Nach schwerer Erkrankung (Ende 1997) Wiederaufnahme der künstlerischen Tätigkeit. Reisen nach Teneriffa und, in Verbindung mit einer Einzelausstellung, erneut nach Italien. 1999 Reisen nach Rom und Teneriffa. 2000 Aufenthalt auf Capri. 2001/02 letzte Reise nach Italien. 2003 Nach schwerer Krankheit konsequente Hinwendung zur Zeichnung. 2006 Die Gründung der „Tübke Stiftung Leipzig“ geht auf den Wunsch des Künstlers zurück.(Pressefotos u.Text: Museum der Bildenden Künste Leipzig)

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