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HOELZKI-WIEDEMANN, Monika

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Hoelszky-Aufschrei
Hoelszky-Wirbelwind I
Hoelszky-Carneval

Monika Hölszky-Wiedemann
wurde 1953 in Bukarest, Rumänien, geboren. In ihrer Familie wurde Musik, Malerei und Bildhauerei praktiziert. Zusammen mit ihrer Zwillingsschwester Adriana, heute eine international bekannte Komponistin, besuchte sie das Musiklyceum und die Hochschule für Musik in Bukarest mit dem Hauptfach Geige.
Nach der Auswanderung 1976 mit der Familie nach Deutschland besuchte sie die Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart, wo sie ihr Studium der Geige mit höchster Auszeichnung beendete.
Als Mitglied des Lipatti-Klaviertrios gewann sie zwischen 1978 und 1980 Preise bei den Internationalen Kammermusikwettbewerben in Florenz und Colmar.
Seit 1983 ist sie Mitglied des Radio-Sinfonieorchesters Stuttgart. Sie hat zahlreiche Uraufführungen von Kammermusikstücken und solistischen Werken zeitgenössischer Komponisten durchgeführt.

Erste Anregungen zur Malerei erhielt Monika Hölszky-Wiedemann während ihrer Jugendzeit in Bukarest. Es bildete sich eine Neu- gierde heraus, wie sich gewähltes Material in Prozessen der Bearbeitung verhielt, wie Zufall beim Auftragen und Vermischen von Farben mitspielte wie Muster, Schichten, Überlappungen zum Vorschein kamen. In 1975 entstanden ihre ersten Öldrucke. Ange- regt zu ihren Arbeiten wurde Monika Hölszky-Wiedemann zunächst durch Vorbilder alter rumänischen Hinterglas-lkonen. Diese repräsentieren allerdings strenge und klare Konturen homo- gen gemalte Flächen. Erst die Idee des "Spielens auf dem Glas" führte zu einem "Umdenken in der Technik".
Die strengen Konturen wurden gesprengt, die Flächenhaftigkeit durch Verfremdungen an der Oberfläche aufgelöst. Dadurch hat sie ihre eigene Kratz- und Verfremdungstechnik entwickelt. Eine Diffe- renzierung der Strukturen, eine Überlappung von Farbfel- dern und ein Moment von Bewegung traten in den Vordergrund. Bildhafte Kompositionen spiegeln Leitprinzipien wie Lebendigkeit, Wandlungsfähigkeit, Flexibilität und Variabilität wider.
Die Gleichzeitigkeit unterschiedlicher Ereignisse in Fläche und Raum, Leuchtkraft und Reichtum an Farben und Formen, spiele- rische Linienführung und die Liebe zum Detail halten das Auge in Bewegung. (Nach "Klangwanderungen und Farbbewegungen, Kompositionen und Bilder von Adriana Hölszky und Monika Hölszky-Wiedemann" von Prof. Dr. Frauke Grimmer)

Bisherige Ausstellungen:
1991 Bilder in Hinterglastechnik sind während der deutsch-japa- nischen Komponistinnentage in der Cafeteria des Heidelberger Kunstvereins ausgestellt.
1992 Zweiwöchige Ausstellung des Projekts Doppelbegabungen am Documenta Stadtprogramm in Kassel, zusammen mit Eva Schon und Adriana Hölszky
1993 Ausstellung im Debeka-Forum in Stuttgart
1993 Praxis Dr. Raab in Stuttgart-Degerloch
1994 Firma Bürotex in Nürtingen
1994 Hotel Holiday Inn in Stuttgart Weilimdorf
1996 Kultur-Cafe der Karl-Olga-Altenpflege in Stuttgart
1997 Galerie Peterknecht in Erfurt
1998 Makal-City-Theater in Stuttgart
1999 Kaufhaus Hertie Esslingen
2001 Rupert-Mayer Haus Stuttgart
2001/02 Ausstellung SWR Galerie Mitarbeiter-Kunst

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